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Zahnzusatzversicherungen Vergleich

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Welche Zahnzusatzversicherung übernimmt die Kosten für Kieferorthopädie?

Zahnzusatzversicherungen von AXA, Allianz oder R+V übernehmen kieferorthopädische Leistungen bei leichten und schweren Zahnfehlstellungen – je nach Tarif bis zu 5.000 € pro Versicherungsfall.

Mit kieferorthopädischen Behandlungen werden Fehlstellungen der Zähne korrigiert. Die Schwere der Fehlstellung wird anhand der kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG 1–5) durch Ihren Zahnarzt bestimmt.

Gute Tarife leisten auch bei KIG 1 und 2 und erstatten Mehrkosten für hochwertige Zahnspangen, wie zum Beispiel Mini-Brackets oder Retainer. Achten Sie außerdem darauf, ob der Tarif speziell für Kinder oder Erwachsene geeignet ist.

Achtung: Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung lohnt sich nur, bevor die Fehlstellung durch den Zahnarzt dokumentiert wurde. Ansonsten erstattet keine Zahnzusatzversicherung.

Tarife, die wir Ihnen empfehlen

Bester Tarif ab KIG 1 mit 100 % Erstattung: AXA Zahn Premium: Übernimmt 100 % der Kosten und insgesamt 5000€ pro Versicherungsfall. Preis:17,15 € für eine 12-jährige Person

Guter Tarif ab KIG 1 mit 90 % Erstattung: Allianz - MeinZahnschutz 90: übernimmt 90 % der Kosten und insgesamt 2.500 € pro Versicherungsfall. Preis: 13,15 € für eine 12-jährige Person

Günstigster Tarif ab KIG 1 mit 70 % Erstattung: R+V - Zahn comfort (Z2U) + ZahnVorsorge (ZV): Übernimmt 70 % der Kosten und insgesamt 1.000€ pro Versicherungsfall. Preis: 7,67 € für eine 12-jährige Person

Wann zahlt eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie?

Für die Kostenübernahme von kieferorthopädischen Leistungen ist die Schwere der Zahnfehlstellung entscheidend (KIG 1-5) und welche Leistungen der Tarif abdeckt.

Wenn eine schwere Fehlstellung vorliegt (ab KIG 3), haben alle gesetzlich krankenversicherten unter 18 Jahren einen Anspruch auf eine kostenlose kieferorthopädische Behandlung in Form der günstigsten Behandlungsmethode (Kassenleistung).

Die Kassenleistung ist z. B. eine klassische feste und metallische Zahnspange. Für hochwertige Leistungen, wie Mini-Brackets oder Retainer nach der Behandlung, erstattet die gesetzliche Krankenversicherung nicht.

Bei einer leichten Fehlstellung (KIG 1 und 2) erstattet die gesetzliche Krankenkasse gar nicht.

Eine gute Zahnzusatzversicherung mit Kieferorthopädie erstattet sowohl bei leichten als auch bei schweren Fehlstellungen.

Bei allen Tarifen einer Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie ist die Erstattungshöhe begrenzt. Meist auf einen maximalen Betrag über die komplette Vertragslaufzeit. Teilweise gelten unterschiedliche Begrenzungen, abhängig vom Grad der Fehlstellung.

Ein Sonderfall ist die Erstattung für Kieferorthopädie bei einem Unfall. Hier gibt es eine deutlich größere Tarifauswahl.

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Worauf sollten Sie bei einer Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie achten?

Ihr Zahnzustand bei Abschluss

Die wohl wichtigste Einschränkung ist, dass keine der Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie erstattet, wenn die Fehlstellung bereits durch Ihren Zahnarzt oder Kieferorthopäden diagnostiziert wurde.

  • Wurde bereits eine Fehlstellung diagnostiziert? Ist der Schaden erstmal dokumentiert, erstattet keine Zahnzusatzversicherung für die Behandlungskosten.
  • Hinweis! Die Diagnose einer Fehlstellung erfolgt teilweise bereits in sehr jungen Jahren.

Die Tarifleistung

Eine gute Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie erstatten mindestens 80 % für kieferorthopädische Behandlungen.

  • Erstattet für hochwertigere kieferorthopädische Maßnahmen: Innenliegende Zahnspange usw.
  • Erstattet auch bei leichten Fehlstellungen: KIG 1+2

Die Altersbeschränkung bei Kieferorthopädie

Die meisten Tarife erstatten nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres oder bei einem Unfall. Einige Tarife leisten explizit auch für Erwachsene.

  • Vorsicht! Auch bei kieferorthopädischen Maßnahmen gilt, dass bereits angeratene Behandlungen nicht erstattet werden.
  • Tarife für Erwachsene erstatten unabhängig davon, ob die gesetzliche Krankenversicherung erstattet.

Das Kleingedruckte

Die reine Erstattungshöhe von zum Beispiel 80 % wird bei allen Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie zusätzlich eingeschränkt. Im Folgenden finden Sie typische Einschränkungen, die Sie bei der Tarifauswahl berücksichtigen sollten.

  • Wartezeit: Vermeiden Sie Wartezeiten, um die Leistungen möglichst schnell in Anspruch nehmen zu können.
  • Maximale Erstattung für Kieferorthopädie: Alle Tarife sehen einen Maximalbetrag für Leistungen vor. Wir bewerten es als gut, wenn der Tarif einen Maximalbetrag von mindestens 2.000 € für kieferorthopädische Maßnahmen erstattet.
  • Steigt der monatliche Tarifbeitrag oder bleibt er gleich.

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Kassenleistung vs. Zahnzusatzversicherung – Das zahlt eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie

Zusatzleistungen: Das übernimmt die Zahnzusatzversicherung bei Kieferorthopädie

Eine gute Zahnzusatzversicherung erstattet auch für Fehlstellungen der KIG 1 und 2, deren Behandlung von der GKV nicht übernommen werden.

Neben der Regelversorgung gibt es meist erfolgversprechendere und/oder ästhetisch ansprechendere Behandlungsformen („hochwertige Leistungen“).

Hochwertige Leistungen sind z. B.:

  • Mini- oder Kunststoff-Brackets
  • Retainer (Zahnstabilisator), um den Behandlungserfolg nachhaltig zu sichern
  • Kieferorthopädische Funktionsanalyse
  • Lingualtechnik (innenliegende Zahnspange) oder Invisalign-Therapie (unsichtbare Zahnspange)

Kassenleistung: Das übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung bei Kieferorthopädie

Für die Einstufung sieht die GKV fünf kieferorthopädische Indikationsgruppen (KIG) vor. Um eine Erstattung der GKV zu erhalten, muss mindestens die KIG 3 erreicht sein.

Leichte und mittlere Zahnfehlstellungen (KIG 1 und 2) sind für die gesetzliche Krankenkasse nicht "erstattungswürdig", da deren Korrektur vorrangig aus ästhetischen Gründen geschieht.

  • Leichte Fehlstellungen (KIG 1) werden von der GKV nicht erstattet, da diese Korrekturen rein ästhetisch sind.
  • Mittlere Fehlstellungen (KIG 2) - Behandlungen können medizinisch zwar sinnvoll sein, werden aufgrund der geringen Ausprägung von der GKV aber auch nicht erstattet.
Wann ist eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie sinnvoll?

Hochwertige Leistungen – Wir raten zu einer Zahnzusatzversicherung, wenn:

  • Sie hochwertige Leistungen in Anspruch nehmen wollen
  • Ihnen ästhetische Zähne wichtig sind
  • Sie sich vor hohen Eigenleistungen, von im Schnitt 1.200 € schützen wollen

Kassenleistung – Wir raten von einer Zahnzusatzversicherung ab, wenn:

  • die Zahnfehlstellung bereits dokumentiert wurde (siehe Abschnitt: Worauf sie vor Abschluss achten sollten)
  • Sie nicht planen auch leichte/mittlere Fehlstellungen zu behandeln
  • Ihnen die Standardtherapie bei schweren Fehlstellungen ausreicht

Zahlen: Diese Statistik spricht für eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie

Für Kinder – Gutachten des Bundes: 85 % der Patienten nehmen private Leistungen beim Kieferorthopäden in Anspruch

Die durchschnittliche Höhe der privaten Zuzahlungen für zusätzliche Leistungen über die gesamte Behandlungsdauer beträgt dabei 1.200 €. Die Zuzahlung verteilt sich prozentual wie folgt:

Zusätzliche Kosten

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Kostenbeispiele – Das erstatten gute Zahnzusatzversicherungen: Zwei Beispiele

Leichte Fehlstellung
Kostenbeispiel für eine klassische Zahnspange für ein Kind

  • Es liegt eine leichte Zahnfehlstellung vor (KIG 2)
  • Die Behandlungsdauer ist wegen der nur leichten Fehlstellung relativ kurz (nur 12 Monate)
  • Sie entscheiden sich für eine klassische feste Zahnspange
  • Die gesetzliche Krankenkasse zahlt 0€

Beispielkosten für eine Zahnspange bei einer leichten Fehlstellung

Gesamtkosten: 2.500 €

Kostenübernahme durch gesetzl. Krankenvers.0 €
Eigenanteil ohne Zahnzusatzversicherung2.500 €
Eigenanteil mit Zahnzusatzversicherung0 €
Sie sparen2.500 €

Berechnung auf Basis des Tarifs Münchener Verein ZahnGesund 100.

Schwere Fehlstellung
Kostenbeispiel für eine innenliegende Zahnspange

  • Es liegt eine schwere Fehlstellung vor (KIG 3)
  • Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für die einfache feste Zahnspange.
  • Die Differenz zur hochwertigen innenliegenden Zahnspange übernimmt die Zahnzusatzversicherung.
  • Eine Zusatzversicherung übernimmt bis zu 100 % des Eigenanteils.

Beispielkosten für eine innenliegende Zahnspange

Gesamtkosten: 4.500 €

Kostenübernahme durch gesetzl. Krankenvers.2.500 €
Eigenanteil ohne Zahnzusatzversicherung2.000 €
Eigenanteil mit Zahnzusatzversicherung0 €
Sie sparen2.000 €

Berechnung auf Basis des Tarifs Münchener Verein ZahnGesund 100.

Über Zahnzusatzversicherungen-Vergleich: Wer steckt hinter dem Vergleich?

Hinter diesem Portal steht Lars Weiland – Versicherungskaufmann und Diplom-Volkswirt. Gemeinsam mit seinem Expertenteam vergleicht er seit 2012 Zahnzusatzversicherungen.

Unsere Beratung ist kostenlos und unabhängig. Wir unterstützen Sie bei der Suche, beim Abschluss und darüber hinaus, damit Sie langfristig die passende Zahnzusatzversicherung haben.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie?

  • Ja, da eine kieferorthopädische Behandlung relativ teuer werden kann, ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll, um sich vor eventuellen Kosten zu schützen.

Eine Zahnzusatzversicherung für Kieferorthopädie lohnt sich nicht, wenn:

  • der Schaden bereits diagnostiziert ist
  • eine deutliche Fehlstellung erkennbar ist und Sie mit einer „normalen“ einfachen Spange zufrieden wären

Wann zahlt eine Zahnzusatzversicherung bei Kieferorthopädie?

Eine gute Zahnzusatzversicherung kann kieferorthopädische Kosten sowohl bei leichten als auch bei schweren Zahnfehlstellungen übernehmen. Gute Tarife leisten auch bei KIG 1 und 2, für die die gesetzliche Krankenversicherung nicht zahlt, und übernehmen Mehrkosten für hochwertige Behandlungen. Entscheidend sind immer die konkreten Tarifbedingungen und die vereinbarten Erstattungsgrenzen.


Welche Leistungen sind in einer Zahnzusatzversicherung typischerweise enthalten

  • Zahnersatz: z. B. Kronen, Brücken, Implantate oder Zahnprothesen
  • Zahnbehandlung: z. B. hochwertige Füllungen, Wurzel- oder Parodontosebehandlungen
  • Professionelle Zahnreinigung und Prophylaxe: je nach Tarif mit festen Zuschüssen oder vollständiger Erstattung
  • Kieferorthopädie: vor allem bei Kindern, teilweise auch für Erwachsene oder nach Unfällen
  • Hochwertige Zusatzleistungen: z. B. Keramik- oder Kunststofflösungen statt einfacher Kassenversorgung
  • Weitere Extras: je nach Tarif zum Beispiel Bleaching, Schmerzausschaltung oder Leistungen für Angstpatienten

Zahlt die Zahnzusatzversicherung, wenn die Behandlung bereits angeraten oder die Fehlstellung diagnostiziert wurde?

Nein. Wurde eine Zahnfehlstellung bereits diagnostiziert oder eine kieferorthopädische Behandlung angeraten bzw. dokumentiert, werden die Kosten dafür nicht mehr übernommen. Deshalb sollte die Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden, bevor ein Behandlungsbedarf festgestellt wurde. Weiter Informationen zu bereits gestellten Diagnosen finden Sie hier: Zahnzusatzversicherung bei angeratener Behandlung.


Gibt es Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie ohne Wartezeiten?

Ja, es gibt Tarife für Kieferorthopädie ohne Wartezeiten, bei denen der Versicherungsschutz direkt nach Vertragsbeginn greift. Auch bei diesen Tarifen gilt jedoch: Bereits diagnostizierte Fehlstellungen oder angeratene Behandlungen sind nicht nachträglich versicherbar und vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.


Bis zu welchem Betrag übernimmt eine Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie?

Es gibt einige Tarife, die 100 % der Kosten erstatten, den Gesamtbetrag für Kieferorthopädie über die Versicherungszeit aber begrenzen. Bei manchen Tarifen richtet sich die Erstattungsgrenze häufig auch nach den KIG-Stufen.


Wann zahlt eine Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie für Menschen über 18 Jahre?

Viele Tarife leisten für Kieferorthopädie nur bis zum 18. Lebensjahr oder wenn unfallbedingt Kieferorthopädie notwendig ist. Es gibt jedoch auch Zahnzusatzversicherungen, die kieferorthopädische Behandlungen bei Erwachsenen unabhängig von einem Unfall erstatten. Entscheidend sind die Bedingungen des jeweiligen Tarifs.der KIG 1 und 2 leisten und zusätzlich Mehrkosten hochwertiger Behandlungen übernehmen.


Werden Retainer oder andere Zusatzleistungen übernommen?

Die meisten Tarife übernehmen nicht nur Zahnspangen, sondern auch Retainer, Mini- oder Kunststoff-Brackets, Aligner sowie Keramikbrackets. Gerne beraten wir Sie zu den Leistungen der Zahnzusatzversicherungen für Kieferorthopädie.


Was sind typische Ursachen für Zahn- und Kieferfehlstellungen?

Häufige Ursachen sind:

  • Veranlagung, z. B. ein zu kleiner Kiefer
  • Ungünstiges Zahnwachstum oder Platzmangel
  • Frühzeitiger Verlust von Milchzähnen
  • Gewohnheiten im Kindesalter, z. B. langes Daumenlutschen
  • Unfälle oder Verletzungen

Für die Zahnzusatzversicherung ist entscheidend, ob die Fehlstellung bereits diagnostiziert oder eine Behandlung angeraten wurde.

Stimmen und Meinungen

“Zahn­ersatz kann teuer werden – vor allem, wenn Patienten sich für eine aufwendige Versorgung wie ein Implantat entscheiden. Dann ist es gut, eine private Zahn­zusatz­versicherung zu haben – denn die Krankenkasse über­nimmt von solchen Kosten nur einen geringen Teil.“

Stiftung Warentest

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